Hülsrohrverfüllung mit DENSO® KS-Masse

Der Korrosionsschutz der Gastransport- und versorgungsnetze hat heute durch den Einsatz hochwertiger Umhüllungsmaterialien sowie zusätzlicher aktiver Schutzmaßnahmen (Kathodenschutz) einen hohen Standard erreicht. Selbst Netzteile mit unterschiedlicher Umhüllungsqualität, z.B. Altbitumenumhüllungen angrenzend an moderne Kunststoffumhüllungen, können effektiv kathodisch geschützt werden. Probleme entstehen gegebenenfalls dort, wo großflächige Fehlstellen den Schutz benachbarter kleinerer Fehlstellen überlagern und damit deren Lokalisierung und Überwachung zumindest erschweren bzw. teilweise sogar unmöglich machen. Derartige Situationen finden sich zum Beispiel an erdgedeckten Armaturen, deren Schiebergestänge häufig über mit Wasser gefüllte Hüllrohre leitend mit dem Erdreich verbunden sind, wodurch sie wie eine große Fehlstelle wirken, was sich bei Messung des lokalen Schutzpotentials in Form großer Spannungstrichter von bis zu einigen 100 mV bemerkbar macht. 

Eine wirksame Möglichkeit zur Vermeidung dieses Problems besteht in der Verfüllung der Schiebergestänge-Hüllrohre mit einer dauerplastischen Korrosionsschutzmasse auf Petrolatum-Basis. Petrolatum-Korrosionsschutzbänder und -Füllmassen werden seit über 80 Jahren für die Umhüllung erdverlegter Rohrleitungen und Bauteile eingesetzt und haben sich seitdem aufgrund Ihrer guten Korrosionsschutzeigenschaften bewährt. Wenngleich in der Zwischenzeit moderne Kunststoffmaterialien auf den Markt gekommen sind, die z.B. in Form von Kunststoffbändern deutlich höhere mechanische Festigkeiten aufweisen als Petrolatummaterialien,  so haben sich diese dennoch aufgrund ihrer speziellen Verarbeitungseigenschaften Ihre Anwendungsgebiete bewahrt oder finden auch heute noch neue Anwendungen, in denen die Kombination von bewährten Korrosionsschutzeigenschaften mit einfacher Verarbeitbarkeit gefragt ist. Eine solches Anwendungsgebiet ist in der korrosionsschützenden Verfüllung von Armaturen-Hüllrohren gegeben.